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Zwischen loslassen und weitergehen
Gedanken aus dem echten Leben
von Nina Saliternig
Über den Blog
Hier schreibe ich über das, was im Alltag oft zwischen den Zeilen passiert. Über das Muttersein. Über Veränderung. Über dieses leise Gefühl, dass sich Dinge verschieben, ohne dass man genau sagen kann, wann es angefangen hat.
Es gibt keine perfekten Antworten. Keine To-Do-Listen. Nur Gedanken aus dem echten Leben. Vielleicht findest du dich in dem einen oder anderen wieder.
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Ein Tag weitergeschoben und plötzlich wird Zeit spürbar
Wie die meisten von euch wahrscheinlich auch, habe ich bestimmte Routinen am Morgen. Ich gehöre nicht zur Schlummertasten-Fraktion – eher zu der Sorte: Wecker klingelt, aufspringen, losgehen. Danach öffne ich erst einmal alle Fenster, außer in den Zimmern, in denen meine Männer noch friedlich schlafen, lasse frische Luft ins Haus und begrüße diese ruhigen, stillen Minuten des Tages. Nach dem Duschen führt mich mein erster Weg zum Familienkalender. Dort hängt eine kleine Bürok
Nina Saliternig
vor 2 Tagen3 Min. Lesezeit


Meine Träume sind nicht kleiner geworden, nur ehrlicher.
Neulich habe ich mich dabei ertappt, wie ich wieder an einen alten Traum gedacht habe. Nicht intensiv und nicht mit einem konkreten Plan, sondern eher nebenbei, so wie ein leiser Gedanke, der plötzlich wieder auftaucht. Früher hätte ich mich in so einem Moment sofort gefragt, was ich daraus mache. Träume mussten groß, realistisch und klar erkennbar sein. Ich war überzeugt, dass Träume eine Richtung, einen klaren Plan und am besten auch ein Ziel brauchen, das man abarbeitet. I
Nina Saliternig
15. Juli3 Min. Lesezeit


Was will ich eigentlich – jenseits von Rollen?
In letzter Zeit merke ich immer deutlicher, dass sich etwas verschiebt – nicht laut und nicht dramatisch, sondern eher leise und beiläufig. Gerade deshalb ist es so schwer zu greifen. Es ist nicht das Gefühl, dass grundsätzlich etwas falsch läuft. Im Gegenteil. Vieles funktioniert gut, vieles ist stabil und ich würde es von außen betrachtet wahrscheinlich genauso wieder aufbauen. Und trotzdem stelle ich mir eine Frage, die ich nicht mehr unbeantwortet lassen will: Was davon g
Nina Saliternig
30. Juni3 Min. Lesezeit


Kein Neustart. Nur ein Blick nach vorn.
Es gibt Phasen, in denen nichts Dramatisches passiert und sich trotzdem etwas verschiebt. Keine große Entscheidung, kein äußerer Einschnitt, kein klarer Moment, den man benennen könnte. Und doch ist da dieses Gefühl, dass etwas in Bewegung ist, leise, fast unauffällig, aber präsent genug, um es nicht mehr zu übersehen. Bei mir zeigen sich diese Momente meist in der Stille. Abends, wenn der Tag langsam ausklingt, der Kaffee noch auf dem Tisch steht und der Blick aus dem Fenste
Nina Saliternig
15. Juni3 Min. Lesezeit


Wenn Liebe Raum braucht
Wenn Liebe Raum braucht
Warum Abstand manchmal Nähe bewahrt und kein Zeichen von Kälte ist.
Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass Rückzug kein Zeichen von Kälte ist.Lange dachte ich, Nähe bedeute, immer erreichbar zu sein. Immer präsent. Immer „da“. Für andere. Für Beziehungen. Für das Bild, das man von mir hat.
Nina Saliternig
30. Mai3 Min. Lesezeit


Ich muss nicht alles im Griff haben – und das ist in Ordnung
Es gab eine Zeit, in der ich das Gefühl hatte, alles im Griff haben zu müssen. Den Alltag. Die Termine. Die Stimmung zu Hause. Die Freundschaften. Und irgendwie auch das Leben an sich. Ich war organisiert. Strukturiert. Verlässlich. Ich war die, die immer mitdenkt. Die versucht, alles vorauszuplanen. Die, die einfach funktioniert. Lange Zeit dachte ich, genau das macht mich aus und macht mich stark. Dadurch bin ich jemand, werde gemocht und auch nicht übersehen. Bis ich gemer
Nina Saliternig
15. Mai4 Min. Lesezeit


Lieber Flo,
heute bist du 17 Jahre alt. Ich kann kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, an dem ich erfahren habe, dass du unterwegs bist. Es war ein sonniger Tag im August. Ich habe damals in Dresden gearbeitet, Papa in Herzogenaurach. Ich stand im Bad meiner wunderschönen Altbauwohnung, die nur einen Steinwurf von der Elbe entfernt war, und hielt einen Schwangerschaftstest in der Hand. Damals habe ich noch geraucht. Ich weiß noch
Nina Saliternig
30. Apr.5 Min. Lesezeit


Loslassen lernen – wenn Kinder ihren eigenen Weg gehen
Loslassen gehört zu den schwierigsten Aufgaben im Leben als Eltern. Nicht, weil wir es nicht wollen – sondern weil wir es erst lernen müssen. Es passiert nicht an einem einzigen Tag. Es gibt kein großes Gespräch. Es gibt keinen offiziellen Moment, in dem jemand sagt: „ So, jetzt beginnt ein neuer Abschnitt. " Loslassen passiert leise. Stück für Stück. Fast unbemerkt. Wenn man die Augen schließt und an die Zeit seit der Geburt denkt, merkt man: Loslassen ist ein Prozess, der e
Nina Saliternig
15. Apr.3 Min. Lesezeit


Ich darf mir wieder mehr Raum nehmen – und das fühlt sich ungewohnt gut an
Es war kein großer Moment. Es gab keinen großen Knall, keinen Wendepunkt und auch kein „Ab heute wird alles anders“. Es war eher so ein Gedanke, der sich heimlich zwischen zwei völlig gewöhnlichen Alltagsszenen eingeschlichen hat. Vielleicht als ich morgens meinen Kaffee getrunken habe. Oder als ich – zum ersten Mal seit Langem – einfach sitzen geblieben bin, anstatt sofort aufzustehen, um noch schnell etwas zu erledigen. Und plötzlich war da dieses Gefühl: Ich brauche gerad
Nina Saliternig
30. März2 Min. Lesezeit


Wenn wieder Licht ins Leben kommt – was der Frühling mit mir macht
Es gibt einen Moment im Jahr, der nirgends eingetragen ist. Kein Kreis im Kalender, keine Erinnerung im Handy. Und trotzdem spüre ich ihn jedes Jahr ganz deutlich. Ein Augenblick, in dem sich das Licht verändert. Es wird wärmer. Sanfter. Vielleicht auch ein bisschen goldener. Die Sonne scheint, als hätte sie beschlossen, sich wieder mehr um uns zu kümmern. Und irgendwo tief in mir passiert etwas – etwas Kleines, aber Deutliches. Ein Aufatmen, das ich nicht geplant habe. Der F
Nina Saliternig
15. März3 Min. Lesezeit


Ich bin nicht mehr dieselbe – und ich will auch nicht mehr überall gefallen
Wenn ich manchmal durch alte Fotos blättere, bleibe ich an meinem eigenen Blick hängen. Ich sehe eine Frau, die mutig war und es immer noch ist, die durchgehalten hat, die sich immer wieder aufgerappelt hat. Aber ich sehe auch die Müdigkeit in ihren Augen. Diese stille Erschöpfung von jemandem, der funktionieren will. Der gefallen will. Der nach Harmonie strebt – koste es, was es wolle. Heute sehe ich anders aus. Klar, äußerlich ist es der Lauf der Zeit, niemand wird jünger.
Nina Saliternig
28. Feb.3 Min. Lesezeit


Ich werde weniger gebraucht – und das ist schwerer als gedacht
Zwischen Taxi, Wäsche und Schweigen – Muttersein mit Teenager Neulich habe ich gemerkt, dass es immer mehr Phasen gibt, in denen ich weniger gefragt und gebraucht werde. Das, was einem früher öfter mal die Augen verdrehen ließ, ist plötzlich nicht mehr da. Das tausendmalige „Mama!“ wegen jeder Kleinigkeit ist auf einmal verschwunden. Kleine Probleme – oder besser gesagt Herausforderungen – werden selbst gelöst. Und auch wenn das eigentlich ein gutes Zeichen ist, hat es trotzd
Nina Saliternig
15. Feb.3 Min. Lesezeit


Wenn der Alltag schneller ist als gute Vorsätze
Auch wenn es draußen sehr kalt ist und es früh dunkel wird, fühlt sich der Januar in seinen ersten Tagen oft sanft und friedlich an. Wenn man Glück hat, ist man in einer schneebedeckten Umgebung, genießt die Ruhe und hat das Gefühl, dass sich der Tag in Zeitlupe bewegt. Der Schnee dämpft die Geräusche des Alltags, alles wirkt leiser und gedämpfter. Man glaubt fast, man hätte es geschafft: mehr Ruhe, mehr Bewusstsein, mehr Hier und Jetzt. Und dann, fast unbemerkt, schleicht si
Nina Saliternig
30. Jan.3 Min. Lesezeit


Kein Neuanfang – eher ein Weitergehen
Der Januar steht immer für einen Neuanfang. Als erster Monat des Jahres ist er per Definition ein Start. Dieses Jahr fühlt es sich für mich jedoch nicht nach einem Neuanfang im klassischen Sinne an. Eher nach einem Anknüpfen. An der Stelle, an der ich im zwölften Monat des letzten Jahres aufgehört habe. Ein kleines Feuerwerk habe ich mir – oder besser gesagt: haben wir uns – trotzdem verdient. Wir haben eine kleine Tradition. Jedes Jahr am 31. Dezember wandern wir zu dritt ku
Nina Saliternig
15. Jan.3 Min. Lesezeit


Liebe Nina,
Ein besonderer Blick zurück - ein Brief an mich selbst.
Nina Saliternig
30. Dez. 20254 Min. Lesezeit


Virtuell arbeiten – und manchmal ganz schön allein dabei
Zwischen Home-Office, Freiheit und der Sehnsucht nach echten Begegnungen Virtuell arbeiten – klingt nach Freiheit, Selbstbestimmung und Flexibilität. Und ja, das ist es auch. Aber manchmal, wenn man stundenlang in den eigenen vier Wänden sitzt, das einzige Gespräch des Tages mit der Waschmaschine führt und draußen das Leben einfach weiterläuft, dann spürt man sie doch: die Einsamkeit. Ein Bekannter von mir, der ebenfalls zu 100 % remote arbeitet, hat gerade seinen Job gekündi
Nina Saliternig
15. Dez. 20253 Min. Lesezeit


Advent, Advent … mein Posteingang brennt
Zwischen Weihnachtsglanz, To-Do-Listen und Home-Office-Wahnsinn Weihnachtsmärkte, Lichterglanz und der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln: Die stille Zeit des Jahres hat begonnen. Wir zünden Kerzen an, trinken Tee, backen Plätzchen und werden besinnlich. So stellen wir uns die Adventszeit vor. Klingt herrlich – zumindest in der Theorie. In der Realität? Ich sitze, wie viele andere auch, im Home-Office, umgeben von einer leeren Keksdose und schaue sehnsüchtig auf den Kal
Nina Saliternig
30. Nov. 20253 Min. Lesezeit


Träumen erlaubt – meine Gedanken zwischen Home-Office, Alltag und Zukunft
Für mich ist der November nicht nur grau, nass und manchmal einfach nur „ bäh“ . Er ist auch der Monat, in dem ich ein bisschen stiller...
Nina Saliternig
15. Nov. 20252 Min. Lesezeit


Home-Office, aber bitte mit Maske – was man als virtuelle Assistentin (nicht) zeigt
Ein Blick hinter die Kulissen – passend zu Halloween. Home-Office bedeutet: kein Dresscode, keine langen Büromeetings, keine...
Nina Saliternig
30. Okt. 20253 Min. Lesezeit


Tageslicht, Tee & To-Do-Listen – das ist mein Überlebenspaket, wenn die Tage kürzer werden!
Der Sommer verabschiedet sich mit einem letzten Sonnenstrahl, die Flip-Flops wandern in die hinterste Ecke des Schranks und plötzlich ist er da: der Herbst. Golden, gemütlich – und manchmal auch einfach nur grau. Willkommen zurück in der Jahreszeit, in der man sich fragt: War es schon immer so dunkel um 16 Uhr?
Nina Saliternig
15. Okt. 20253 Min. Lesezeit
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